Gefahren des tiefen Atmen

Tiefes Atmen, die Geißel des modernen Lebensstils

Gründe warum wir tief Atmen

Der moderne Lebensstil des Menschen, der tägliche Stress, die geringe Bewegung, die schlechte Ernährung, die verschmutzte Umwelt und viele andere Faktoren führen dazu, dass der Mensch häufiger und mit größerem Luftvolumen atmet, was ihn dazu bringt, tief zu atmen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Es gibt auch eine weit verbreitete, aber falsche Vorstellung (ohne wissenschaftliche Beweise), dass die tiefe Atmung wohltuend ist, und sie wird oft als Anleitung zur Entspannung mentaler Spannungen und als Atmungsmethode beim Sport empfohlen.

Langjährige wissenschaftliche Studien und Erfahrungen belegen jedoch das Gegenteil, nämlich dass die Ursache vieler Krankheiten und der allmähliche Verfall der Gesundheit auf eine unkontrollierte und tiefe Atmung zurückzuführen ist.

Warum ist tiefes Atmen schädlich?

Die tiefe Atmung ist ein Reflex des Nervensystems und des Atemzentrums, der auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Körpers zurückzuführen ist und versucht, die notwendige Sauerstoffzufuhr zu erhöhen.

Die erforderliche Sauerstoffversorgung der Zelle wird jedoch nicht durch die eingeatmete Luft erreicht, sondern durch die Beteiligung von CO2 (Kohlendioxid) bei der Freisetzung von O2 (Sauerstoff) aus dem Hämoglobin im Blut, in der Physiologie als Verigo-Bohr-Effekt bekannt.

Die tiefe Atmung hat zur Folge, dass wir nicht nur tief einatmen, sondern auch tief ausatmen, wodurch das wertvolle Kohlendioxid verloren geht, das zur Vervollständigung der Sauerstoffversorgung der Zellen notwendig ist.

Bei wiederholter und längerer tiefer Atmung, bei der ein größeres Luftvolumen als normal verbraucht wird, tritt das Phänomen der Hyperventilation

auf. Der Tabelle können Sie entnehmen, dass der Kohlendioxidgehalt in der Lunge umgekehrt proportional zur Anzahl der Atemzügen pro Minute ist. Das bedeutet, dass der Kohlendioxidgehalt in den Alveolen umso geringer ist, je mehr Luftvolumen eingeatmet wird.

Mit der Buteyko-Methode kann die Atmung reguliert und das Luftvolumen einer Person (5-12 Liter/Minute) und bei Asthmatikern (15-30 Liter/Minute) auf ein normales Maß (4 Liter/Minute) reduziert werden.

Ursache vieler Krankheiten, das "verdeckte Hyperventilationssyndrom" der Lungen

Das "versteckte Hyperventilationssyndrom der Lunge" macht deutlich, dass Hyperventilation die pathogenetische Ursache für mehr als 200 Erkrankungen ist, darunter Allergien, Asthma, Diabetes, Emphysem, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen, Schlafapnoe, chronische Müdigkeit und andere.

Unter funktioneller Beeinträchtigung versteht man die allmähliche Deregulierung und allgemeine Verschlechterung des Stoffwechsels aufgrund der respiratorischen Alkalose, die eine Folge der Hyperventilation ist.

Wir erinnern uns an die Experimente des Physiologen Dr. Henderson (1909), bei denen Tiere, die mechanisch gezwungen wurden, tief zu atmen und dadurch ständig CO2 Die Folge war, dass sie starben. Es ist bekannt, dass, wenn CO2 auf 3% sinkt, verschiebt sich der pH-Wert des Blutes auf 8 (statt auf 7,4) und der Körper stirbt.

Genauer gesagt führt die respiratorische Alkalose zu:

1) Stoffwechselstörungen:

die Bildung von Proteinen, Peptiden, Nukleinsäuren, Lipiden und Kohlenhydraten, die Arbeit der Enzyme, bis hin zu ihrer vollständigen Inaktivierung. Das Ergebnis ist eine verminderte Energieproduktion (ATP).

2) Schwächung des Immunsystems (d.h. Einschrenkung der Abwehrkräfte)

Es sind zahlreich die Symptome und Erkrankungen, die durch einen Mangel an ausreichendem CO2 im Körper verursacht werden und der damit verbundenen eingeschränkten Sauerstoffzufuhr ins Gewebe und in den Zellen, u.a.:

  • Asthma
  • Atemwegssymptome (Schnarchen, Husten, Schnupfen, Bronchitis)
  • Allergien
  • Hoher Blutdruck
  • Panikattacken
  • Depression
  • Herz-Kreislauf-Störungen
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom
  • Schlafapnoe
  • Diabetes
  • Hormonelle Störungen (z.B. während der Menstruation und bei Wechseljahrebeschwerden)
  • Migräne
  • Symptome des Verdauungssystems und Reizdarm
  • Konzentrationsschwäche